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Startschwierigkeiten in die vegane Lebensweise

Aller Anfang ist schwer?!

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Du hast dich entschieden vegan zu Leben oder bist damit gerade gestartet?

Super, der erste und wichtigste Schritt, nämlich der in deinem Kopf, ist schon getan. :)

Dem ein oder anderen mag es total einfach fallen, aber es gibt auch viele Leute die erstmal vor einem Haufen Fragen stehen oder im Alltag auf Anfangsschwierigkeiten stoßen.

Wir geben euch ein paar Tipps mit auf dem Weg, für einen entspannten Weg ins vegane Leben.

 

Das große Ausmisten zu Hause

 Jetzt stehst du in deiner Küche und fragst dich wohin mit den noch vorhandenen Lebensmitteln, die offensichtlich tierischen Ursprungs sind?

Nun ja, du musst natürlich nicht von heute auf morgen zu 100% umsteigen. Das schaffen wohl die wenigstens.

Verbrauche einfach das was du noch da hast und kaufe es nicht mehr nach. Wegschmeißen ist keine Option. 

Wenn du wirklich von einem auf den anderen Tag den Umstieg strikt durchziehen möchtest, dann verschenke oder spende die Sachen lieber.

Auch mit alter Kleidung z.B. aus Leder hält es jeder Veganer anders.

Manche behalten das alte Zeugs, andere geben es ganz weg, da sie es nicht mehr tragen mögen.

Wichtig ist vor allem, dass du solche Produkte nicht mehr kaufst und somit diese Industrien nicht mehr direkt finanziell unterstützt. 

 

Was muss oder darf ich überhaupt noch kaufen?

Foto: Canva
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Gerade am Anfang ist man vielleicht noch unsicher beim Einkaufen, aber keine Angst das wird schnell besser.

Heutzutage ist es  gar nicht mehr schwer vegan einkaufen zu gehen. Auch "normale" Supermärkte und Discounter haben da schon ein beachtliches Angebot.

Eine tolle Hilfe ist es auch auf die speziellen Kennzeichen und Siegel zu achten.

Es gibt aber natürlich auch viele Lebensmittel die du schon kennst, die eben von Natur aus vegan sind, wie: Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Reis, Kartoffeln, Nudeln aus Hartweizengrieß und Nüsse.

Ans Herz könne wir euch auch den Einkaufsguide von PETA legen.

Gibt es auch als kostenlose App im App Store oder im Google Play Store. Hier habt ihr die Möglichkeit spezielle Märkte auszuwählen und auf einem Blick zu sehen, welche veganen Produkte im Sortiment geführt werden.

Oder ihr sucht nach einem speziellen Produkt und erthält Tipps wo ihr diese kaufen könnt.

Bereitet euch am besten vor, indem ihr nach Rezepten sucht, ein wenig für die Woche vorplant und dann gezielt nach Liste einkaufen geht.

Toll ist es auch gewisse Produkt immer auf Vorrat im Haus zu haben. Es folgt bald ein Beitrag für einen perfekten veganen Vorratsschrank. ;)

 

Welche Nährstoffe benötige ich?

Foto: Canva
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Ui ui ui, wie oft bekommt man als Veganer zu hören, dass man ohne Fleisch nicht leben kann,

weil einem wichtige Nährstoffe fehlen... und da stehst du vor Ihnen, äußerst lebendig und gesund und fragst dich, wie sich solche Ammenmärchen immer noch halten können...

Ganz klar ausgedrückt: in einer ausgewogenen veganen Ernährung fehlen dir keinerlei Nährstoffe gegenüber der omnivoren Ernährung, ausgenommen des Vitamin B12.

B12 solltest du dringend supplementieren!

Ein gefüllter B12 Speicher reicht zwar 3 - 5 Jahre, aber da selbst viele Fleischesser unter B12 Mangel leiden, wäre ein schneller Einstieg in die Supplementierung sinnvoll.

Möglich ist dies über Tabletten, Zahnpasta oder Injektionen.

In mit B12 angereicherten Lebensmitteln (z.B. Pflanzenmilch)sind die Mengen zu gering, um eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten. Deshalb sollten diese Produkte nur als Ergänzung dahingehend verstanden werden.

Aussagen demnach Vitamin B12 durch bestimmte Algen oder fermentierte Lebensmittel

(z.B. Sauerkraut) aufgenommen werden kann, konnten bis heute nicht klar nachgewiesen werden, also haltet zum jetzigen Standpunkt lieber Abstand von diesem Versuch der Supplementierung.

Das Thema B12 ist sehr umfangreich, sodass wir diesem Thema noch einen eigenen Beitrag widmen werden.

Wir empfehlen euch aber auch , gerade bezüglich des Themas Nährstoffe, das Buch "Vegan Klischee Ade" von Niko Rittenau und seinen Youtube Kanal.

Hier ein Beispielvideo, indem es um die optimale B12 Dosierung geht.

Mit der Zeit wirst du viele Infos sammeln und dich gut in der Ernährung auskennen.

Man muss aber auch nicht alles auf die Goldwaage legen oder penibel sein Essen nach Nährstoffgehalt zusammen stellen. Mal ehrlich welcher Omnivore macht das? Kaum einer macht sich Gedanken was er alles oder was er alles eben nicht aufnimmt.

Beim Thema vegan wird das aber plötzlich wichtig und jeder wird zum "Ernährungsexperten", dabei leiden zig omnivor lebende Menschen unter Mangelerscheinungen, dank einseitigem und nicht gesundem Essen.

Für beide Seiten gilt: eine abwechslungsreiche Ernährung, ohne zig verarbeitete Lebensmittel, ist das worauf man achten sollte.

 

Reaktionen des Umfeldes

 Oh ja, das liebe Umfeld. Man kennt ja das tolle Vorurteil vom militanten Veganer, der am liebsten alle bekehren möchte.

Du wirst wahrscheinlich eher oft genau gegenteilige Erfahrungen machen.

Eigentlich willst du nur in Ruhe essen, wirst aber ins Verhör genommen ("Du isst kein Fleisch? Warum? Also vegetarisch kann ich ja noch verstehen, aber das ist zu extrem! Du glaubst das bringt was? "etc.).

Als Veganer ist man oft Zielobjekt für Witze oder blöde Sprüche. Versuche mit zu lachen, ein bisschen Selbstironie hat noch niemandem geschadet. ;) Ja bei manchen Personen, Situationen oder an schlechten Tagen bleibt einem das Lachen auch mal im Halse stecken, in dem Fall: versuchen zu ignorieren, auch wenn es manchmal schwer fällt...

 

"Toll" sind auch die Fehlersucher: "Wie du bist vegan , hast aber einen Hund ? ...Avocados sind böse!... Dann darfst du auch kein Auto mehr fahren! "etc.

Whataboutism ist eine Sache die dir wahrscheinlich öfter begegnen wird.

Nervig, aber versuche dir einfach immer wieder ins Gedächtnis zu rufen ,warum du diesen Weg gewählt hast.

Du musst nicht perfekt sein, gerade am Anfang nicht.  Niemand muss das. Es ist doch toll, dass du versuchst bewusst zu Leben und mit der Zeit wird man von allein immer "besser" darin und eignet sich mehr Wissen an.

 

Viele Gegenargumente kommen einfach auch aus Unwissen- und Unsicherheit ("Euer Tofu zerstört den Regenwald! Der Mensch ist ein Raubtier! Der Mensch braucht Fleisch! Warum baut ihr Fleisch nach?" etc.).

Mit der Zeit wirst du immer informierter sein und auch da sicher antworten können.

Ist das Gegenüber ehrlich interessiert, steht einem Austausch nichts im Wege.  Es gibt aber auch Tage an denen du einfach gerade keine Lust hast ,dich "zu rechtfertigen" oder du triffst auf Menschen bei denen es eh nur in unnötige Diskussionen endet.

In dem Fall: nett lächeln und winken. ;) 

 

Gelüste

Gerade am Anfang wirst du einige Produkte oder Gerichte vielleicht noch sehr vermissen.

Für alles "fleischige" gibt es mittlerweile echt tolle Ersatzprodukte, wie den berühmten "Beyond Meat Burger" oder z.B. die Produkte von Like Meat. Sollte natürlich nur etwas für ab und zu sein, da verarbeitete vegane Produkte (wie auch die "originalen") , nicht gerade mit super Nährstoffen auffahren und zu einer ausgewogenen Ernährung viel beitragen.

Aber kleine Sünden zwischendurch, müssen auch mal sein.

Mit der Zeit wird es auch einfacher und vielleicht werden dir die Ersatzprodukte dann irgendwann "zu echt" schmecken.

Wie wäre es dann zum Beispiel mit  selbstgemachten Burger Patties aus Kidneybohnen?

Wenn du den Geschmack von Eiern vermisst, ist das Schwarzsalz Kala Namak deine Zauberzutat. Durch seinen schwefelartigen Geschmack, verleiht er deinen Gerichten den typischen Eier - Geschmack. Probier doch z.B. mal unser Rührtofu - Rezept aus.  :)

Du siehst also, alles halb so schlimm!

Lass dich von außen nicht verrückt machen und gehe deinen Weg, in deinem Tempo und wie es dir gefällt. Vegan leben ist keine Wissenschaft, man muss nur erstmal "rein kommen".

Natürlich kannst du uns auch immer bei Fragen anschreiben, wir helfen dir gerne.

 

SANDRA

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